Geschichte

Wenn „Ich habe recht“ zum teuersten Preis wird

Stephen · Erfahrener Fachmann / erfolgreiche Führungskraft

Die ganze Geschichte

Stephen, ein angesehener Universitätsprofessor, war stets logisch und stets im Recht. Doch zu Hause wurde seine Frau still und seine Kinder angespannt. Er trug eine ständige Enge in der Brust und schlief schlecht.

Er entdeckte, dass seine wahre Angst nicht das Fehlermachen war — sondern „nicht gut genug“ zu sein. Sein Bedürfnis, recht zu haben, war eine Rüstung, die ihn davor schützte, verletzlich gesehen zu werden.

Eines Abends stellte seine Frau seine Sicht infrage. Die vertraute Enge stieg in seiner Brust auf. Statt zu widersprechen, atmete er und sagte: „Vielleicht hast du recht. Lass mich darüber nachdenken.“

Es war zutiefst unangenehm — doch nichts zerbrach. In jener Nacht öffnete sich seine Frau frei. Monate später sagte sein Kind: „Papa, du wirkst in letzter Zeit weniger furchteinflössend.“ Schliesslich verstand er: Wenn du wahrhaft genug bist, musst du nicht beweisen, dass andere „nicht genug“ sind.

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